Das „Wort zum Tag“ bei MDR Radio Sachsen wird in dieser Woche durch unseren Pastor Simon Krautschick gestaltet. Die Tonaufnahmen im Studio sind abgeschlossen. Im Gespräch lässt uns Simon „hinter die Kulissen“ blicken.

Du hast für das „Wort zum Tag“ den Mitteldeutschen Rundfunk in Dresden besucht. Wie hast du dich im Studio gefühlt?
Diesmal waren nur wenige Menschen im Studio aktiv. Corona lässt grüßen. Alle Menschen, mit denen ich zu tun hatte, waren sehr freundlich: von der Pforte über den Redakteur bis zur Technikerin. Ich bin immer wieder beeindruckt, wieviel Aufwand hier betrieben wird, damit wir gutes Radio hören können.

In der Gemeinde und im Studio sprichst du am Mikrofon. Gibt es einen Unterschied für dich als Prediger?
Beim Predigen im Gemeindesaal muss ich eine innere Brücke bis zum Gottesdienstbesucher auf der letzten Reihe aufbauen. Diese Distanz zu überwinden erfordert Kraft beim Sprechen, ob mit oder ohne Mikrofon. Dafür sehe ich meine Zuhörer direkt vor mir. Das macht es wieder leichter. Im Radio werde ich in die Küche oder das Wohnzimmer der Hörer „hineingefunkt“. Das verlangt beim Sprechen vor dem Mikrofon eine Menge Vorstellungskraft.

Wie frei bist du als Prediger im Rundfunk? Werden deine Texte kontrolliert?
Bei Andachten und Gottesdiensten im Rundfunk liegt die Verantwortung bei den Kirchen. Der MDR begleitet uns, sodass eine gute Sendung entsteht. Es wird akzeptiert, dass wir Pastoren die Fachleute für Glauben und Bibel sind und deshalb den Text komplett selber schreiben.

„Wort zum Tag“ – das klingt wichtig. Ist es wirklich Gottes Wort, das du verkündigst?
Wort Gottes heißt für mich, dass ein Satz aus der Bibel zum Klingen kommt. Ich suche also einen Satz in der Bibel, der eine Antwort ist,  eine Antwort auf eine Frage, die die Hörer an das Leben stellen. Wenn ich am

Simon bei der Arbeit im Studio

„Wort zum Tag“ schreibe, dann versuche ich herauszubekommen, welche Fragen mich gerade beschäftigen und ob es vielen Hörern ähnlich wie mir gehen könnte.

Eine Rundfunk-Andacht dauert nur wenige Minuten. Was ist dir für diese Zeit wichtig?
„Wort zum Tag“ heißt, ich richte Grüße von Gott an die Hörer aus. Wenn uns jemand Grüße übermittelt, dann wissen wir, jemand denkt an uns und mag uns. Wenn die 2 Minuten um sind und die Hörerin oder der Hörer lächelt, dann sind die Grüße angekommen.

Vielen Dank für diese Einblicke, Simon! Wir sind gespannt auf die Andacht im Rundfunk.

Zeiten der Andacht:
Mo 22.06. – Fr 26.06.2020 um 5.45 Uhr, Wiederholung um 8.50 Uhr
Sa 23.06. um 8.50 Uhr
So 28.06. um 7.45 Uhr (Jörg Zacharias, Pastor der Adventgemeinde Marienberg/Erzgebirge)

Empfang der Andacht:
UKW 92,2 MHz für den Raum Dresden. Empfang auch über Livestream im Internet sowie Kabel, Satellit und DAB+

Fragen: Andreas Schrock/Fotos: Mitteldeutscher Rundfunk/MDR Sachsen

 

 

 

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