Viele Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde müssen weiter zuhause bleiben. Wie bewältigen sie den Alltag? Was gibt ihnen Kraft? Familie Burdyk schreibt aus ihrem Heimatort in der sächsischen Oberlausitz:

Hier gebe ich einen kleinen Bericht von der Quarantäne in Neuschmölln. Als erstes kann ich gleich sagen, dass Zuhause zu bleiben fällt uns gar nicht schwer. Angefangen von der geographischen Lage haben wir auf dem Land einen klaren Vorteil und können jede Zeit raus in den Wald mit dem Hund oder in den Garten gehen. Das nutzen wir sehr intensiv. 🙂 Außerdem ist endlich Zeit da, um viele längst geplante Sachen zu erledigen: “Hotspots” im Haus aufräumen, Wäsche zu Ende  bügeln, Frühlingsputz aufrufen. Wir haben sogar die Renovierung in dem Arbeitszimmer angefangen.

Auch für angenehme Sachen wie Heimkino, Hauskonzert oder eine Runde Tafelspiele nutzen wir die Gelegenheit. Am Samstag lesen wir gemeinsam in der Bibel. Das gibt uns Kraft. Zurzeit nehmen wir das 8. Kapitel des Römerbriefes auseinander.

Arsenika und Bogdan experimentieren jeden Tag in der Küche. Kyrill fährt mit Viktor zur Arbeit und bekommt damit ein Praktikum beim Tierarzt, das in der Schule sonst ausgefallen wäre. Es geht jeden Tag gleich um 4.30 Uhr morgens los. Erstaunlicherweise steht Kyrill pünktlich auf. Nebenbei werden die Hausaufgaben erledigt. Damit sind die Kinder nicht überfordert und sind ziemlich schnell fertig. Außer Kyrill, er braucht immer einen “Zauberstoß”.

Neuschmölln am 15. April

Ich arbeite im Homeoffice. Mindestens versuche ich es. Wenn ich doch keine Ruhe für die Arbeit bekomme, verschwinde ich abends für mehrere Stunden im “Mosaika” im Büro (Anmerkung: Kulturverein in Bischofswerda) und erledige die wichtigsten Sachen dort.

Traurige Sache: Emilia war zwei Wochen lang sehr krank (kein Corona). Gott seid Dank, geht es ihr im Moment viel besser. Jetzt bereitet sie sich auf das Abitur vor. Abgesehen von Emilias Krankheit und dem Umstand, dass gleichzeitig mehrere technische Geräte kaputt gegangen sind, ist die Zeit der Quarantäne für uns sehr schnell vergangen. “Es ist sogar nicht so richtig langweilig zuhause” meint Kyrill.

Wir freuen uns, dass niemand von unseren Bekannten oder Verwandten durch den Corona-Virus gelitten hat. Und wir freuen uns euch bald wieder zu sehen!

Bericht/Fotos: Angelina Burdyk

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