Marta Schreiber aus der Adventhaus-Gemeinde hat in diesem Sommer ihre alte Heimat Ungarn besucht. In ihren Notizen beschreibt sie, wie sie die Adventgemeinden und die Gottesdienste erlebt hat.

  • Die kleine adventistische Gemeinde in Ungarn hat sich angesichts der weltweiten Corona-Pandemie neu ordnen müssen.
  • Während des Lockdowns haben sich die Brüder und Schwestern etwas tolles ausgedacht: Sie haben jeden Abend um 19 Uhr eine Gebetsstunde eingerichtet, über die Onlineplattform Zoom. Jeden Abend wurde eine andere Gemeinde vom ungarischen Territorium vorgestellt und damit bekannt gemacht. Man konnte Gebetsanliegen vortragen und für die weltweite Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten in diesen sonderbaren Zeiten um Weisheit bitten.
  • Dieses Projekt wurde sehr gut angenommen und hat die Gemeinden näher zusammengebracht. Besonders die alten Glaubensgeschwister haben dann SEHR darum gebetet, es nach der Lockerung beizubehalten. So hat man sich geeinigt, dass jeden Sonntag um 19 Uhr eine Gebetsstunde über die Onlineplattform Zoom stattfindet.

Live dabei in Héviz (Juli bis August)

  • Héviz, eine schönes Naturquellenbad mit Heilkräften, hat eine schöne Adventgemeinde. Hier wurden die Gottesdienste genauso gehalten wie immer: mit Bibelgespräch, Predigt, Chor, Musik und gemeinsamen Gesang. Alles ohne Mundschutz. Nur das gemeinsame Mittagessen am Sabbat  (Samstag) wurde nicht gehalten. Dafür gab es am Abend um 19 Uhr ein Bibelgespräch, von Montag bis Freitag.

In der Gemeinde in Kecskemét (August)

  • Die Gottesdienste fanden mit Maske statt. Wie haben Bibelgespräch gemacht. Es gab eine Predigt, dazu Durchzug durch geöffnete Fenster, alles ohne Singen. Für mich ging es weiter durch die ungarische Tiefebene.

Die Gemeinde in Elek

  • An dem Sabbat, als ich das erste Mal da war, fand der Gottesdienst in einer großen Getreidehalle statt. Die Halle wurde den ca. 50 Geschwistern zur Verfügung gestellt. Es gab viel, viel Platz und keine Maskenpflicht. Wir hatten zwei Stunden Bibelgespräch. Wir haben schöne Lieder gesungen.
  • Eine Woche später war der Landes-Vorsitzende der ungarischen Adventgemeinden zu Gast in Elek. Er wurde gebeten, die zwei Stunden Bibelgespräch am Vormittag zu halten. Der Nachmittag war damit für die Predigt reserviert.
  • Der Nachmittags-Gottesdienst fand bei Geschwistern auf dem Hof statt, unter einer riesigen Trauerweide. Oben in den Ästen war ein Baumhaus für die Kinder. Es war eine sehr schöne, gesegnete Zeit für alle. Soweit möchte ich einige kleine, subjektive Erlebnisse weitergeben.

Das Altenheim der Gemeinde hat 36 positive Tests auf Corona, aber ohne Erkrankungssymptome. Die Betroffenen sind in Quarantäne. Da die Corona-Fallzahl angestiegen ist, finden zurzeit keine Gottesdienste statt. Wir warten auf die Hilfe Gottes.

Fotos und Bericht: Marta Schreiber, Oktober 2020

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