
Andacht für Monat September: Zeit im Wandel
Alles hat seine Zeit. Prediger 3,1
Es ist September – bei den Römern war es der siebte Monat („septem“). Das Kalenderjahr begann im März. Nach dem gregorianischen Kalender ist es nun der neunte Monat und markiert auf der Nordhalbkugel den Übergang vom Sommer zum Herbst.
Der September ist ein besonderer Monat. Er ist zwar nicht mehr laut und prächtig wie der Sommer und er ist auch noch nicht so still wie der Winter. In der Natur beginnen sich die Blätter zu färben und die Erntezeit erreicht ihren Höhepunkt. So ist der September wie eine Schwelle – ein Übergang zwischen Wärme und Kühle, zwischen Licht und Dunkelheit, zwischen Wachsen und Ruhen. Die damit verbundenen Veränderungen bedeuten oft auch einen Neuanfang.
Vielleicht beginnt für dich ja im September ein neues Schuljahr, ein neuer Job oder einfach ein neues Kapitel. Vielleicht geht aber auch etwas zu Ende. In einer Welt, in der wir oft auf Sicherheit und Kontrolle aus sind, muss man auch loszulassen können. Wie die Bäume, die ihre Blätter fallen lassen, dürfen auch wir Dinge abgeben – Sorgen, Erwartungen, falsche Sicherheiten.
Das Leben voller Übergänge, aber Gott bleibt in jedem Wandel bei uns und gibt die Kraft, sich dem zu stellen und auf seine treue Fürsorge zu vertrauen. Gott sagt: „Ich bin derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.“ (Hebräer 13,8)
Gebet
Gott, du bist da in allen Zeiten –
im Wachsen des Frühlings, im Glanz des Sommers,
im Wandel des Herbstes und in der Ruhe des Winters.
Jetzt ist September.
Ich spüre das Kommen des Neuen und das Gehen des Alten.
Hilf mir, loszulassen, was vorbei ist,
und offen zu sein für das, was du neu schenkst.
Sei du mein Halt im Wandel.
Amen.
Text: Lothar Scheel
Bild von Hans auf Pixabay