Familien und Berufstätige freuen sich auf ein langes Wochenende: im Garten grillen, mit Freunden durch die grüne Natur wandern, in den Kurzurlaub fahren, und das alles bei hoffentlich mildem, sonnigen Wetter. Manche denken auch daran, dass es das Geburtstagsfest der
christlichen Kirche ist – Pfingsten.
Wie war das damals, als die christliche Gemeinde das Licht der Welt erblickte?
Tatsächlich entsteht die erste Gemeinde nicht, als überzeugte Christen eine Gründungsversammlung organisieren. Die Bibel erzählt vielmehr davon, wie etwas Lebendiges entsteht, weil Gottes Geist ihm Leben einhaucht.
Jesus war zu Gott in den Himmel zurückgekehrt. Seine Jünger hielten zusammen und warteten darauf, was Gott als nächstes tun würde. Auch Frauen gehörten zu ihnen. Da erlebte die Schar von Jesus-Nachfolgern Gottes kraftvolles Eingreifen. Der gewaltige Atem Gottes brauste ihnen wie Wind um die Ohren. Die Menschen verstanden, was das bedeutete. Am Beginn der Welt hatte Gott dem Menschen das Leben eingehaucht: Da machte Gott der HERR den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen. (1Mo 2,7)
Jetzt, zum ersten Pfingsten hauchte Gott der christlichen Gemeinde Leben ein, Leben in einer ganz neuen Ewigkeits-Qualität.
Und in der Tat reicht diese Lebenskraft bis heute. Seit zweitausend Jahren werden Menschen damit ansteckt Jesus Christus zu vertrauen und ihm ihr Leben zu weihen. Seitdem lebt die christliche Kirche und gibt ihr Leben von Generation zu Generation weiter. Jesus erklärte es dem Gelehrten Nikodemus so: Was Menschen zur Welt bringen, ist und bleibt von menschlicher Art. Von geistlicher Art kann nur sein, was vom Geist Gottes geboren wird. (Joh 6,63)
Die Botschaft von Pfingsten ist, dass wir durch Gottes Geist über unsere menschlichen Grenzen hinauswachsen können.
Christliche Gemeinde ist ein Zeugnis dafür, dass Gott in unserer Welt wirksam ist. Und sie ist Gottes Versprechen, dass unser Leben nicht so eng und begrenzt bleiben muss, wieweit unsere eigene Kraft reicht, sondern dass Gottes Lebensgeist uns mit göttlicher Lebenskraft erfüllt.
Text: Simon Krautschick
Bild: von Pexels auf Pixabay






