Osterlachen

Selig seid ihr, wenn ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. (Lk 6,21)

Ein altes Ehepaar stirbt zufällig am selben Tag. Gemeinsam kommen sie zum Himmelstor und werden von Petrus empfangen. Er macht mit ihnen eine Rundfahrt durch die himmlischen Gefilde. Bei einer Villa halten sie an. „Ihr wart immer gut zueinander und habt fest im Glauben gestanden. Die Villa gehört euch.“ Die beiden sind beeindruckt. Der Mann aber macht sich Sorgen: „Wer soll denn das große Grundstück pflegen? Ich etwa?“ – „Nein“, beruhigt Petrus, „ein Gärtner gehört natürlich dazu.“ – „Und wer putzt die Fenster?“, fragt die Frau. Petrus antwortet: „Bitte, macht euch keine Sorgen! Eine Hausgehilfin, eine Köchin und ein Butler gehören selbstverständlich zur Ausstattung eurer Villa dazu.“ Da schaut der Mann seine Frau strafend an und sagt: „Du immer mit deinen Herztropfen! Das hätten wir schon vor zehn Jahren haben können!“

Ostereier lachen

Der Tod ist eine viel zu ernste Sache, als dass man ihn aus dem Repertoire der Witzemacher ausschließen dürfe. Dies war schon den Priestern im späten Mittelalter klar (und das will was heißen!). Damals gehörte es zur Tradition, im Ostersonntags-Gottesdienst erheiternde Geschichten zu erzählen, mit denen die Gemeinde zum Lachen gebracht werden sollte – das Osterlachen! Eine herrliche Tradition, die auch unseren Gottesdiensten heute gut zu Gesicht stehen würde – und das nicht nur zu Ostern! Denn wo Lebensweisheit, Glaube und Witz zueinander finden und den Augenblick hell und leuchtend machen, da wird die christliche Hoffnung spürbar. In ihr zeigt sich die Überlegenheit und der Sieg über den Tod, der sich an Christus verschluckt hat. Der Tod wird ausgelacht, er ist der Angeschmierte, der betrogene Betrüger – und ja, vielleicht ist hier auch ein wenig Schadenfreude mit dabei. Doch bevor euch diese auf dem Heimweg zum Osterbraten zu groß wird, passt gut auf, dass ihr nicht selbst zum Braten werdet:

Ein Osterspaziergänger wird im Park von einem Rudel entlaufener Zoo-Löwen gejagt. Kurz bevor ihn die Kräfte verlassen, betet er: „Herr, mach aus diesen Löwen gute Christen!“ Dann schwinden ihm die Sinne. Als er wieder aufwacht, knien die Löwen mit gefalteten Händen im Kreis um ihn herum und beten: „Komm, Herr Jesus, sei du unser Gast und segne, was du uns aus Gnaden bescheret hast…

 

Urheberrechtsangabe für das Bibel-Zitat: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Die Verwendung des Bibeltextes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft. www.die-bibel.de

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