Dialog und Ermutigung

Wort der Ermutigung

Wer hat die Hoffnung erfunden?

Sprichwörtlich ist geworden, was der römische Dichter Ovid vor etwa 2.000 Jahren schrieb: „Hoffen und Harren macht manchen zum Narren.“ Er mag im Wesentlichen Recht haben, dann „Manche“ sind bei weitem nicht „Alle“. Und er stimmt zu, dass es Hoffnung grundsätzlich gibt. Wie aber kam sie in unser Leben? Oder: Wer hat bloß die Hoffnung erfunden?

Mensch, wo bist du?

Eine alte Geschichte in der Bibel könnte uns auf die richtige Fährte führen. Als die Menschen, sie wurden Adam und Eva genannt, nach  selbstverschuldeter Niederlage so richtig am Ende waren, als sie von allem fort liefen und sich nur noch verstecken wollten, da tritt Gott auf die Bühne mit vier Interventionen gegen die Hoffnungslosigkeit:

  1. Er ruft Adam und Eva zurück ins Leben. Mensch, wo bist Du? Wo bist du bloß hingeraten? Gott ist voller Verstehen und Mitleid und bietet dem Menschen auch künftig Gemeinschaft und Freundschaft an.
  2. Er erzählt den beiden, die so sehr auf die schiefe Bahn geraten sind, von ihrer Zukunft. Er verspricht, dass der „Nachkomme“ der Frau, gemeint ist Jesus Christus, den entstandenen Schaden wieder gut machen wird. Lange warteten die Menschen, bis sich die „Weihnachts-geschichte“ erfüllte. Der Sohn Gottes verließ den Himmel, besuchte die Menschen auf Erden und brachte Frieden.
  1. Versagen und Tod vor Augen rief Adam seine Frau „Eva“. So wurde sie „die Mutter aller, die da leben“. Die beiden haben den Weg der Hoffnung betreten. Sie haben sich auf Gott eingelassen und können nun selbst Boten und Vertreter der Hoffnung sein.
  1. Gott macht den Menschen inmitten seiner Schande schön. Er schenkt ihnen Felle zum Ankleiden. So können sie sich wieder sehen lassen. Nun können sie sich selbst in die Augen schauen.

Mit dieser Geschichte, mit Wort und Tat, hat Gott, wie die Bibel in Genesis, Kapitel 3 berichtet, die Hoffnung in die Welt und zu den Menschen getragen. Daher dürfen wir nicht nur berechtigt hoffen, sondern auch  andere, unsere Mitmenschen, zur Hoffnung ermutigen.

Die Kunst der Ermutigung zu erlernen und sie zum Guten anzuwenden ist ein wesentlicher Schritt zur Hoffnung. Hoffnung soll im Menschen und in dieser Welt bleiben. Sie stirbt nie; sie lässt dem Menschen Zeit und Gelegenheit zum Weiterleben.

Gerald Hummel

 

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