Die Adventgemeinde Königstein und ihre Gründung vor knapp 100 Jahren ist ein wenig ins Vergessen geraten. Dabei verrät die Sprache viel vom Glauben und der Hingabe dieser Zeit. So berichtet der „Zions-Wächter“ am 16. September 1918:

„Seit drei Jahren hat unsere Botschaft auch in Königstein Fuß gefaßt. Anfangs schien es, daß man vergeblich arbeite. Neben der königlichen Landesfestung (Anm.: Festung Königstein) hat der Fürst dieser Welt seine Position aufgerichtet; er wollte das Elbtal dem Evangelium sperren. Das Sandsteingebiet ist ein harter Boden. Es kostet den Sämann viel Mühe und Arbeit, es zu bearbeiten. Aber wie dem auch sei, brauchen wir doch nicht von einer vergeblichen Arbeit reden. In Königstein haben wir heute eine nette, aufblühende Gemeinde.

Am 29. Juni d.J. versammelte sich die Gemeinde unter Br. Hennig`s Leitung, um ein neues Versammlungslokal einzuweihen. Viele Geschwister und Freunde der Wahrheit aus Nachbargemeinden teilten den Freudentag mit Königstein. Nach der Eröffnung der Feier sprach der Schreiber (Anm.: Karl Rose) über Gottes Fürsorge für sein Volk auf Grund des 23. Psalms. In der folgenden Ansprache führte Br. Hennig das Thema über die persönliche Heiligung aus. Darauf verkündigte Schw. Meyer das Lob des Herrn mit dem 111. Psalm.

Chorlieder und andere Vorträge an Gedichten usw. von groß und klein erhöhten die Feierlichkeit. Die Versammelten im Vorhof des Herrn brachten ein Geschenk von 52,– Mark zur Förderung des Werkes. Ein Loblied und Gebet bildeten den Schluß des Festes. Durch diesen Anlaß ist das Licht auf den Leuchter gesetzt;  möge es nun leuchten zum Heil und Segen der Menschen und zur Ehre Gottes!“

Am 30. Juni 1991 wurde die Adventgemeinde Königstein wegen Überalterung aufgelöst. Die verbleibenden Geschwister schlossen sich der Gemeinde Pirna an.

Zusammenstellung: A. Schrock

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