Die Zeit von 1914 bis 1918 hat in den Gemeindechroniken nur wenige Spuren hinterlassen. Eine Deutung ist nicht einfach. Es scheint, als habe der Weltkrieg die Missionstätigkeit in der Heimat beflügelt. Und das Bedürfnis der Menschen nach Gottes Wort verstärkt.

Die Adventgemeinde Nossen, die am 1. August 1914 mit 15 Gliedern gegründet wurde, bemerkt rückblickend: „Durch Gottes Gnade erlebte die Gemeinde ein erfreuliches Wachstum, so dass sie am Ende des Jahres 1914 schon 22 Glieder zählte.“ In Radeberg wird im Januar 1915 „die Seelenarbeit“ wieder aufgenommen und am 2. Oktober mit 11 Gliedern eine Gemeinde gegründet. Im Jahr 1915 beginnt auch die Missionstätigkeit in Königstein.

In Pirna wird am 28. Januar 1916 sogar ein Gemeinde-Jugenddienst ins Leben gerufen. Und die Gemeinde Riesa berichtet: „In den Kriegsjahren 1915-1918 wuchs das Interesse am Wort Gottes durch das Wirken des göttlichen Geistes und die Mitarbeit der Geschwister. Bereits 1918 musste ein größerer Saal gesucht werden.“

Die Gemeinden befinden sich durch ihr Wachstums in ständigen Umzügen. So zieht die Gemeinde Dresden-Altstadt 1915 von der Serrestraße in die Prager Straße 49. Die Gemeinde Dresden-Löbtau verließ schon 1913 ihr Gründungsdomizil (Gaststätte Reisewitzer Straße 35) und mietete sich in der Poststraße 13 ein.

Die Gemeinde Meißen, die mit Kriegsbeginn noch 42 Glieder zählte, ist die einzige, die über Verluste klagt: „Der erste Weltkrieg riss starke Lücken in die Gemeinde und liebe Brüder wurden dessen Opfer.“ In der Folge wurde die Gemeinde vorübergehend aufgelöst. Die verbleibenden Geschwister schlossen sich der Gemeinde Weinböhla an.

Und die Chronik der Gemeinde Neustadt in Sachsen berichtet:  „Bei Kriegsausbruch bestand die Gemeinde aus 22 Gliedern. Obwohl fünf Brüder zum Kriegsdienst eingezogen wurden, kehrten durch Gottes Führung alle wohlbehalten wieder heim.“

Zusammenstellung A. Schrock

 

 

 

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